Feuerwehr Frauenbiburg teilt Festfreude mit Hilfsvereinen

Links im Bild freuen sich Sarah Hellermann und Claudia Heitzer über die hilfreiche Zuwendung.

Das 150-jährige Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Frauenbiburg wird den Beteiligten nicht nur wegen der großartigen Feierlichkeiten in bester Erinnerung bleiben, sondern auch wegen einer beispielhaften Benefizaktion. Statt der oft üblichen Gastgeschenke für die teilnehmenden Vereine entschieden sich die Verantwortlichen bewusst für den Feuerwehrhilfsgedanken: Helfen, wo Hilfe gebraucht wird – und das direkt in der Region. Die Nutznießer dieser Entscheidung sind zwei regionale Hilfsvereine, die sich nun über eine Spende von jeweils 500 Euro freuen durften.

„Bevor man zum Gründungsfest einen ‚Staubfänger‘ den Vereinen auf den Weg gibt, der am Ende im Schrank verschwindet, wollten wir im Sinne unseres Nächsten helfen“, erklärte Günter Grassinger, Festausschussvorsitzender und Vereinsvorsitzender der FFW Frauenbiburg. Insgesamt 54 Vereine waren beim Jubiläum zu Gast. Das Geld, das für deren Erinnerungsgeschenke eingeplant war, wurde von der Feuerwehr kurzerhand aufgerundet, sodass die stolze Gesamtsumme von 1.000 Euro zusammenkam.

Zur offiziellen Spendenübergabe fand sich eine Abordnung der Wehr zusammen: Neben dem Vorsitzenden Günter Grassinger waren der stellvertretende Vorsitzende Max Harbich, der stellvertretende Kommandant Johannes Hartmann sowie Festmutter Michaela Grassinger vor Ort, um die Spenden persönlich zu übergeben.

Die erste Spendenhälfte von 500 Euro ging an den noch jungen Verein „Starke Kids mit Handicap e.V.“, der seit 2024 aktiv ist. Vorstandsmitglied Markus Eder stellte die Arbeit des Vereins vor. Derzeit begleitet und fördert die Initiative 38 Kinder mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen überwiegend in den Landkreisen Dingolfing-Landau und Landshut. Das Hauptaugenmerk liegt darauf, den Kindern Zugang zu sportlichen Aktivitäten wie Inklusionsklettern in Deggendorf oder pädagogischem Reiten in Dingolfing zu ermöglichen. „Für unseren Verein ist es das Wichtigste, dass Inklusion gelebt wird und nicht nur auf dem Papier steht“, betonte Eder. Die Spende der Feuerwehr Frauenbiburg ist bereits fest verplant: Mit den 500 Euro werden die inklusiven Schwimmkurse im Ergomar Ergolding für die drei Landshuter Schwimmgruppen finanziert, um den Kindern wichtige Stunden im Wasser und wertvolle Gemeinschaftsmomente zu schenken.

Die zweiten 500 Euro gingen an den traditionsreichen Hilfsverein „Robin Hood e.V.“. Die Vorsitzende Claudia Heitzer und Sarah Hellermann berichteten aus dem Vereinsalltag. Seit der Gründung im Jahr 1999 ist der Verein mittlerweile stark angewachsen und unterstützt aktuell 68 Familien mit schwer- und schwerstkranken Kindern sowie jungen Erwachsenen. Neben dem offenen Ohr und der mentalen Unterstützung leistet der Verein gezielte Sach- und Finanzhilfen – niemals in bar, sondern stets direkt zweckgebunden oder über Gutscheine. Aktuell verzeichnet der Verein ein enorm hohes Nachfrageaufkommen. „Die Anschaffung von behindertengerechten Fahrzeugen steht nicht nur einmal auf der Tagesordnung. Auch Reit- und Delfintherapien oder ein Spezialfahrrad für ein schwerbehindertes Mädchen stehen derzeit an. All das ist stets mit enormen Ausgaben verbunden“, schilderte Heitzer die Lage. Betroffene Familien scheuen sich oft, direkt Kontakt aufzunehmen, weshalb der Verein dazu appelliert, den Mut zu haben, sich zu melden. Die großzügige Zuwendung aus Frauenbiburg fließt direkt in diese kostspieligen Projekte: „Damit können wir gut arbeiten und gut helfen“, bedankte sich Claudia Heitzer im Namen der betreuten Familien.

Quelle: Monika Ebnet/Dingolfinger Anzeiger