
Wochenlange, schweißtreibende Vorbereitungen waren erforderlich, um das Open Air am Südufer des Vilstalstausees durchzuführen. Und es war in diesem Jahr ein echtes Festival der Emotionen, das von extremen Wetterkapriolen gezeichnet war. Doch wer dachte, dass Regen und eine sturmdedingte, kurze Zwangspause der Stimmung einen Abbruch tun würden, der täuschte sich gewaltig. Der unbeschreibliche Festival-Spirit und der Zusammenhalt siegten: Stolze 2.200 zahlende Gäste strömten mit bester Laune im Gepäck an den See, zogen die Regenponchos über und machten das Gelände wieder zu einer riesigen, bebenden Partymeile. Kurz gesagt: Es war trotz aller Wettertücken an beiden Tagen ein Hammer-Erfolg! Auch der traditionelle Samstag-Frühschoppen schlug wieder voll ein.
Der Tanz im Regen wurde also in diesem Jahr wörtlich genommen. Doch genau diese Motivation ist es, die das Open-Air zu einem besonderen Erlebnis macht. So blickte die Mannschaft des Open-Air Steinberg e.V. bei der offiziellen Abschlussveranstaltung nun stolz auf das Erreichte zurück. Vorsitzender Michael Nußbaumer dankte der gesamten Truppe umfassend. Das große Erfolgsgeheimnis des Events sind und bleiben die hochmotivierten Kräfte im Hintergrund: Über 120 ehrenamtliche Helfer haben das ganze Jahr über ihre Talente eingebracht und während des Wochenendes mehrere tausend Stunden Freizeit für den guten Zweck geopfert. „Es macht einfach Spaß, gemeinsam etwas zu bewegen und hier stimmt das Miteinander“, hieß es aus der Helfer-Crew. Auf diesen unbeschreiblichen Gemeinschaftsspirit war also wieder Verlass.
Ein ganz besonderer Höhepunkt des Abschlussabends war die Verkündung der „gigantischen Spendensumme“ von insgesamt 10.000 Euro. In diesem Jahr wurde der Erlös zu gleichen Teilen von je 2.500 Euro auf vier regionale Organisationen aufgeteilt, deren Vertreter mit großem Dank die Schecks entgegennahmen.
Seit Jahren ist der Robin Hood e.V. der traditionelle Herzenspartner des Festivals. Der komplett ehrenamtlich geführte Verein unterstützt niederbayerische Familien mit schwerstkranken sowie körperlich oder geistig beeinträchtigten Kindern. Die Helfer greifen unbürokratisch dort finanziell unter die Arme, wo Krankenkassen keine Kosten übernehmen. Das Spektrum reicht von speziellen Therapien bis hin zur Anschaffung dringend benötigter Hilfsmittel im Alltag.
Die Kinderkrebshilfe Dingolfing-Landau-Landshut begleitet Familien mit krebskranken Kindern und Jugendlichen in ihrer schwersten Lebensphase. Neben schneller finanzieller Soforthilfe steht vor allem auch die Hilfe im und mit dem Gespräch im Fokus. Durch organisierte Ausflüge und gemeinsame Aktivitäten schenkt der Verein den Erkrankten und ihren Angehörigen wichtige Momente der Abwechslung und Zuversicht.
Die engagierte Tierschutzeinrichtung vom Tierheim Quellenhof Passbrunn nimmt verlassene, abgegebene oder aus schlechter Haltung gerettete Tiere auf und pflegt sie fürsorglich gesund. Oberstes Ziel des Teams ist die Vermittlung der tierischen Bewohner in ein artgerechtes, liebevolles neues Zuhause. Die großzügige Zuwendung wird dringend für anstehende Tierarztkosten, Spezialfutter sowie die Instandhaltung der Gehege benötigt. Auch das Thema Katzenkastration schlägt immer wieder auf, um dem Katzenelend Einhalt zu gebieten.
Der gemeinnützige Verein Kinderlicht Wallersdorf setzt sich schnell und unkompliziert für Kinder und Jugendliche in der Region ein, die unverschuldet in schwierige Lebenssituationen oder finanzielle Notlagen geraten sind. Mit gezielten Einzelfallhilfen und der engen Kooperation mit regionalen Jugendprojekten schafft die Initiative neue Perspektiven für die Schwächsten der Gesellschaft.
Ein riesiges Dankeschön gebührt auch den weiteren Stützen des Festes: Der Wasserwacht, die den Sanitätsdienst wie gewohnt ehrenamtlich übernahm, den örtlichen Landwirten, die ihre Wiesen unentgeltlich als Camping- und Parkplätze bereitstellten, dem Betreiber der Seehüttn sowie den vielen Gönnern aus der Geschäftswelt. Sie alle bewiesen ein riesiges Herz für den guten Zweck. Die Top-Bands – allesamt Hochkaräter von internationalem Format bis hin zu regionalen Newcomern – spielten teils zu reduzierten Gagen oder komplett umsonst und brachten das Stausee-Ufer sprichwörtlich zum Beben.
Quelle: Monika Ebnet/Dingolfinger Anzeiger
